Fahrerlose Lkw: Die Zukunft feiert Jubiläum!

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Die Vorstellung ist futuristisch, ja fast beängstigend: Lkw sind ohne Fahrer unterwegs, bewegen sich also quasi wie von Geisterhand. Lässt da die Zukunft grüßen?

Keine Angst: Auch wenn es Pilotprojekte dieser Art längst gibt, solche Trucks drehen nur auf Firmengeländen oder in geschlossenen Werkshallen ihre Runden und dienen der Optimierung betriebsinterner Abläufe. Gleich zwei computergesteuerte Mercedes-Benz Actros vom Typ 2531 sind seit nunmehr zehn Jahren bei der Firma Uzin Utz AG in Ulm im Einsatz. Während diese Weltpremiere ein gewaltiges Medienspektakel auslöste und die internationale Fachwelt nach Ulm schielte, fragt die TRUCK MOBILES XXL zum Jubiläum nach: Wie sind die Erfahrungen mit den fahrerlosen Lkw?

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Alles geschieht wie von Geisterhand: Der Actros rangiert von allein, parkt rückwärts ein und lässt sich die vorbereiteten Gebinde dann vollautomatisch in den Koffer laden. Kaum zu glauben, dass diese fahrerlose Entwicklung jetzt schon zehn Jahre im Einsatz ist

Unterwegs in Schrittgeschwindigkeit

„Wir sind sehr zufrieden, das Projekt rechnet sich und wir würden es jederzeit wieder realisieren wollen“, sagt Logistikleiter Uwe Ritter von der Uzin Utz AG. Noch immer pendeln die beiden Trucks, bei denen es sich rein rechtlich um selbstfahrende Arbeitsmaschinen handelt, täglich unzählige Male zwischen dem Werk und dem Logistik-Zentrum. Die Strecke ist gerade mal 190 Meter lang. In den Ladecontainern befinden sich zwei Rollenbahnen. Sie nehmen im Produktionsbereich jeweils 14 Paletten auf und liefern sie dann an der Laderampe wieder ab. Alles völlig automatisch. Für jeden Actros kommen täglich gerade mal drei Kilometer zusammen. Mit einem Tempo von 6 km/h schleichen sie in Schrittgeschwindigkeit. „Für jeden Lkw-Fahrer wären diese Touren eine echte Zumutung“, weiß Ritter. „Jeder Gabelstapler ist schneller.“

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Auf die Technik kommt‘s an. Zwar sind die montierten technischen Einheiten aus heutiger Sicht ein wenig groß, aber es funktioniert alles perfekt. Anno 2012 hätte die Technik vermutlich die Größe eines Smartphones

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