Was ist eigentlich ein Spock?

Kolumne Maik Erdmann innenIch stehe gerade in einem kleinen Gewerbegebiet, irgendwo bei Biedenkopf. Die Paletten, die ich laden soll, sind noch nicht fertig. Das Übliche halt.
Der Weg auf dem ich parke, ist zwar schmal, aber selbst ein Lkw würde vorbeikommen.
Nicht so der Fahrer eines orangefarbenen Siebeneinhalbtonners. Erst bleibt er zehn Meter vor mir
stehen, wartet eine halbe Minute, um dann langsam weiterzufahren. Direkt vor mir stoppt er wieder und fuchtelt mit seinen Armen.
Man will ja nett sein und winkt zurück. Das tue ich dann auch. Nur leider versteht sein junger Beifahrer meine freundliche Geste falsch.
Er springt aus dem kleinen Laster und postiert sich neben meiner Fahrertür.
„Was stehst du hier?“
„Ich warte!“
„Fahre zehn Meter zurück. Wir kommen nicht vorbei!“
„Geht nicht. Ich mach grad Pause. Außerdem ist Platz um vorbeizufahren!“
„Hast du einen Dachschaden? Da ist überhaupt kein Platz!“
„Dann müsst ihr halt warten. Oder drehen und außen rumfahren.
Das geht auch.“
„Was bist du denn für ein Spock?“

Dann greift er mit seiner rechten Hand zwischen seine Beine und stellt einen Akt der körperlichen Befriedigung nach. Er wedelt quasi virtuell. Ihr versteht schon.
Ich lass ihn gewähren und fahr freiwillig einige Meter zurück. Mehr Platz ist dann zwar auch nicht, aber er hat seine Befriedigung. Und ich wieder meine Ruhe.

Achso. Ich habe mal nach dem Schimpfwort „Spock“ gegoogelt. Gibts nicht. Zumindest nicht auf den ersten zwei Seiten.

Grüße Maik


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