SARTRE-Projekt: Sichere Straßenzüge für die Umwelt

Volvo Trucks geht bei Zukunftstechnologie mit funkgesteuerten Straßenzügen voran

tm0113_volvo_sartre_Truck_Sicherheit_01Die Verbindung zwischen den Fahrzeugen innerhalb eines Straßenzuges, bei dem ein Lkw als Führungsfahrzeug einen Konvoi dahinter fahrender Fahrzeuge mittels Funktechnologie steuert, ist bereits technisch machbar. Die Technologie wurde zum Abschluss des Projekts SARTRE vorgeführt, an dem sich Volvo Trucks beteiligte. Es mag noch einige Zeit ins Land gehen, bis funkgesteuerte Straßenzüge zum alltäglichen Bild auf den Straßen gehören, jedoch könnte die durch das Projekt hervorgebrachte Technologie auch für andere Zwecke eingesetzt werden, um unsere Verkehrsumgebung in naher Zukunft erheblich sicherer zu machen.

Das von der EU finanzierte Projekt SARTRE (Safe Road Trains for the Environment – Sichere Straßenzüge für die Umwelt) hat kürzlich die Ergebnisse der drei Jahre andauernden Forschungsarbeiten und Versuche vorgestellt. Vertreter der EU-Kommission und Experten für Transporttechnologie aus Europa, den USA und Japan sahen auf dem Erprobungsgelände von Volvo in Schweden einen voll funktionierenden funkgesteuerten Straßenzug im Betrieb. Das Führungsfahrzeug war ein Volvo FH-Lkw, hinter dem in kurzen Abständen ein weiterer Volvo Lkw sowie drei Pkw fuhren.

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Selbstfahrende Fahrzeuge in Straßenzügen

Die Teilnehmer konnten sehen, dass die Ziele des Projekts erreicht worden waren: Entwicklung einer Technologie für funkgesteuerte Straßenzüge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, Reduzierung der Umweltbelastung durch den Straßenverkehr und Verbesserung des Verkehrsflusses. Der Bau von Testfahrzeugen, die Entwicklung der Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Sensoren zur Steuerung von Fahrzeugen in unmittelbarer Nähe erstreckte sich über drei Jahre. Durch diese technischen Errungenschaften können sich nun mehrere Fahrzeuge auf öffentlichen Fernverkehrsstraßen in einem Straßenzug nahtlos in den übrigen Verkehr einfügen. Der gesamte Straßenzug ist durch Funktechnologie miteinander verbunden, sodass sichergestellt wird, dass die nachfolgenden Fahrzeuge genau der Spur des
Führungsfahrzeugs folgen – als ob der Konvoi aus einem einzigen Fahrzeug bestünde. Das Ergebnis ist, dass der Fahrer in einem nachfolgenden Fahrzeug sich ausruhen kann, während sein Fahrzeug von allein fährt. „Die Abstände zwischen den Fahrzeugen sind viel geringer als im normalen Verkehr, doch es ist genauso sicher, wenn nicht noch sicherer, als Teil des Straßenzuges zu fahren, da blitzschnelle Computer und nicht Menschen auf die geringste Veränderung in irgendeinem Fahrzeug des Zugs reagieren“, erläutert Andreas Ekfjorden, Projektmanager für den Anteil von Volvo Trucks am Projekt SARTRE.
Einer der wichtigsten Verantwortlichkeitsbereiche von Volvo Trucks in dem Projekt bestand darin, genau zu ermitteln, welche Informationen innerhalb des Straßenzuges übermittelt werden müssen, damit die übrigen Fahrzeuge dem Führungs-Lkw folgen
können. „Alle Fahrzeuge innerhalb des Straßenzuges besitzen eine Antenne auf dem Dach, sodass sie Informationen vom Computersystem des Führungsfahrzeugs empfangen können. Wenn das Führungsfahrzeug beispielsweise zu bremsen beginnt, bremsen alle anderen Fahrzeuge im Verbund genau zur gleichen Zeit“, erzählt Andreas Ekfjorden. Das Führungsfahrzeug ist außerdem mit einem Alcolock und sämtlichen aktiven und passiven Sicherheitssystemen ausgerüstet, die Volvo aktuell anbietet.

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