Schüsse auf Autotransporter: 100.000 Euro Belohnung!

Über 700 Mal sind Lkw in den letzten vier Jahren von unbekannten Tätern beschossen worden. In exakt 544 Fällen wurden dabei Autotransporter getroffen

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Während die gefährlichen Attacken vermutlich zunächst von Brücken aus verübt wurden, hat das Bundeskriminalamt (BKA) jetzt gesicherte Erkenntnisse darüber, dass die Schüsse auch von der Fahrerseite in den Gegenverkehr hinein fallen. Ebenso wurden Autotransporter sogar während laufender Überholvorgänge angegriffen. Da das BKA einen weiteren Anstieg der Taten befürchtet, hat es sich mit einer großangelegten Plakataktion an die Öffentlichkeit gewandt und bittet besonders Lkw- und Transporterfahrer um Hilfe bei der Suche nach dem oder den Tätern.

Größere Gefahr durch kleineres Kaliber

Zu den Schwerpunkten der gefährlichen Attacken, die wie durch ein Wunder noch keine Todesopfer gefordert haben, gehören Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Vor allem der Wechsel des bisherigen Kalibers 22 auf ein Kaliber der Größe 9 mm mit weitaus höherer Durchschlagskraft seit dem Sommer 2012 lässt die BKA-Ermittler vermuten, dass der oder die Täter möglicherweise auch Menschenleben in Kauf nehmen könnten. Immer wieder ist es zu Querschlägern gekommen, in einem Fall wurde sogar eine Autofahrerin getroffen und verletzt. Schwierig sind die Ermittlungen vor allem, weil die eigentlichen Tatorte nur schwer ausgemacht werden können. Denn oft werden die Einschüsse in die Karossen erst am Abladeort der Fahrzeuge festgestellt.

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