Gebrauchte „Feuerwehren“ stehen hoch im Kurs

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Schon immer haben Feuerwehr-Lkw eine magische Anziehungskraft ausgelöst. Doch wohin verschwinden diese Trucks eigentlich, wenn sie ausgemustert werden?

Der Ort Issum am Niederrhein ist Feuerwehren überall auf dem Erdball ein Begriff. Und da spielt es keine Rolle, ob sie auf der Suche nach einer gebrauchten Drehleiter, einem ausgemusterten Gerätewagen oder einem ausrangierten Tanklöschfahrzeug sind. Denn dort ist die Firma von Jürgen Schwartz eine der anerkannten Adressen, wenn es um den Handel mit hochwertiger Feuerwehrtechnik aus zweiter Hand geht. „Feuerwehrfahrzeuge haben aufgrund ihrer Spezialausstattung neu immer einen immensen Anschaffungspreis. Deshalb werden sie auch meistens bis zu 30 Jahre lang eingesetzt. Aber selbst dann sind die Fahrzeuge aufgrund der außerordentlich guten Pflege und der wenigen Kilometer noch voll einsatzbereit“, berichtet Jürgen Schwartz beim Besuch der TRUCK XXL.

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Die meisten alten Feuerwehr-Trucks haben sehr spezifische Ausstattungen. Zusatz-Scheinwerfer sind vergleichsweise gewöhnlich, beim Wasserwerfer ist es noch extremer. Grundsätzlich besteht auf vielen Kontinenten ein großes Interesse an gebrauchten Unimog

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Der gebrauchte Wasserwerfer ist ein ideales Fahrzeug zur Beregnung von großflächigen Gartenanlagen. Oft brauchen die gebrauchten Trucks nicht lange auf einen Käufer zu warten

Afrika und Südamerika stehen im Fokus

Und es ist unglaublich, wohin die alten Feuerwehrfahrzeuge von Issum aus auf die Reise gehen. Da gibt es nicht nur ein starkes Interesse in Polen, Litauen und anderen Staaten Osteuropas, sondern auch Kunden auf anderen Kontinenten, wobei vor allem einige afrikanische Länder (u.a. Nigeria) und Südamerika ins Gewicht fallen.

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Vor der Auslieferung werden die Trucks gründlich auf Vordermann gebracht, schließlich sollen sich die Käufer auf die gebrauchte Technik verlassen können.

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Auch die gründliche Reinigung der Fahrzeuge ist eine Selbstverständlichkeit.

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Vor der Abfahrt gibt es Erklärungen darüber, wie sich die Technik bedienen lässt.

Eine Schlüsselstellung nimmt in den letzten Monaten verstärkt Argentinien ein. Schwartz hat dort einen Geschäftspartner, mit dem er eng zusammenarbeitet und der über hervorragende Kontakte verfügt. „Grundsätzlich muss man wissen, dass gesetzliche Bestimmungen in der Brandverhütung hierzulande dazu geführt haben, dass es weniger Großbrände gibt. Aber so weit ist man woanders auf der Welt noch lange nicht“, erklärt der 55-Jährige das anhaltend große Interesse an der gebrauchten Technik.

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Viele der Lkw kommen z.B. aus Schweizer Vorbesitz. Ungewöhnlich an diesem ausrangierten Rüstwagen ist seine Farbgebung


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