MAN Kehrmaschinen – Wendige Fahrgestelle 
für die Straßenreinigung

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Kehrmaschinen sind oft Rechtslenker, damit der Fahrer den Randstein im Blick hat. So auch bei diesem MAN TGS 18.320

Für den Einsatz als Kehrmaschine zeigte MAN auf der IFAT 2014 ein branchengerechtes Euro 6-Chassis aus der TGM-Baureihe.

Bei Kehrmaschinen handelt es sich um technisch sehr anspruchsvolle Fahrzeuge. Niedrige Fahrgeschwindigkeiten beim Kehrbetrieb, kompakte Abmessungen bei hoher Wendigkeit sowie große Anbaugeräte seitlich am Rahmen und unterhalb des Fahrgestells unterscheiden es auf den ersten Blick von anderen Nutzfahrzeugtypen. Die Betreiber erwarten eine -last-wagentypische Fahrgeschwindigkeit von etwa 80 km/h auf den Strecken zwischen den Einsatzorten. Beim Reinigen der Straßen und Plätze bewegen sich Kehrmaschinen mit einer sehr geringen Geschwindigkeit von unter drei km/h. Mit einem handgeschalteten Getriebe erreichen MAN-Fahrzeuge eine Kehrgeschwindigkeit von 2,7 km/h. Die Integration eines Reduktionsgetriebes im Antriebsstrang ermöglicht Geschwindigkeiten zwischen 0,9 km/h im 1. Gang und 2,2 km/h im 4. Gang. Bei der Anordnung des Fahrersitzes bevorzugen die Betreiber bei Rechtsverkehr die Rechtslenker-Ausführung, um dem Fahrer die beste Sicht auf den Kehrbereich am Straßenrand zu bieten. Die weit heruntergezogenen Seitenscheiben der MAN-Fahrerhäuser sowie die beidseitig großflächigen Spiegel unterstützen ihn bei seiner Arbeit.

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MAN TGM 13.250 als Kehrmaschine

Branchengerecht angepasstes Chassis

Auf den Fahrgestellen aller MAN-Baureihen lassen sich unterschiedlich große Kehrmaschinenaufbauten von vier bis acht Kubikmeter Fassungsvermögen realisieren. Für das größte Marktsegment, der zweiachsigen Kehrmaschine mit einem sieben Kubikmeter fassenden Kehrgutbehälter bietet MAN das branchengerecht angepasste Chassis aus der TGM-Baureihe mit einem sehr kurzen Radstand und C-Fahrerhaus an. Da Kehrmaschinen am Rahmen und zwischen den Achsen viel Platz und eine große Bodenfreiheit für die Kehrwalze, den Tellerbesen und die Saugeinrichtung benötigen, steht diese Ausführung des MAN TGM auf der größeren 22,5-Zoll-Bereifung. Umfangreiche Veränderungen sind am Fahrgestell erforderlich, um den Platz für den Kehrmaschinenaufbau zu schaffen. Alle erforderlichen Vorrüstungen und Schnittstellen bietet MAN den Aufbauherstellern an.

Exponat auf der IFAT

Auf der Messe IFAT präsentierte MAN die Euro 6-Ausführung des MAN TGM 18.290 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen. Der direkt ab Werk erhältliche Radstand von 3.575 Millimetern stellt eine optimale Wendigkeit sicher. Für diese Aufgabe empfiehlt MAN die Luftfederung an der Hinterachse, die für ein konstantes Fahrniveau sorgt. Somit muss die Höheneinstellung von Kehrbesen und Saugschacht nicht beladungsabhängig nachgeführt werden, um die konstante Höhe über der Fahrbahn einzuhalten.
Die zum 31. Dezember 2013 erfolgte Einführung der technologisch anspruchsvollen Euro 6-Abgasreinigungsanlage stellt die Aufbauhersteller vor zusätzliche Herausforderungen. Trotz des erhöhten Platzbedarfs für die Abgasanlage hat MAN alle Fahrgestellanbauteile neu so positioniert, dass beim MAN TGM weiterhin ein bis zu sieben Kubikmeter fassender Kehrgutbehälter als Aufbau passt. Die Umbauten umfassen die Verlegung der Abgasanlage, des Batteriekastens und der Luftkessel vom Rahmen weg in einen Aggregateträger direkt hinter das Fahrerhaus. Zudem finden die speziell geformten Dieseltanks aus Aluminium mit einem Fassungsvermögen von 160 oder 200 Litern auf Wunsch Platz am Fahrzeugheck. Luftleitbleche unter Kühler und Motor vermeiden Staubaufwirbelungen, wenn sich der Kühllüfter einschaltet.

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Für Kehrmaschinenaufbauten koordiniert das MAN Modification Center die Veränderungen am Fahrgestell. Die Luftansaugung wird versetzt


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