Hektors Kolumne: Die wahren Dinge im Leben

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Mannomann, in den letzten Wochen war so viel los im Land, man kam kaum hinterher mit all den Neuigkeiten, Events und Resultaten. Angefangen mit NordBau und IAA, die manch gestandenem Mann die Freudentränen in die Augen trieb angesichts der präsentierten Boliden. Leistung wie ein Großer, verpackt in flachem Blech – da kommen selbst überzeugte Trucker ins Schwärmen. Nach dem Job ist vor dem Feierabend – da geht noch was, Hauptsache, die Power kommt dezent daher. Denn können die meisten stillen Reichtum gerade noch ertragen, so verachten sie umso heftiger jede Zurschaustellung von Luxus. Profis wissen das und verhalten sich entsprechend, zumal die Landesmutter und der mit ihr verheiratete Spitzenwissenschaftler privat im alten Golf zur Datsche fahren.

Womit wir beim nächsten Thema wären. Keimte am Wahlsonntag ein bisschen Hoffnung, dass sich das ein oder andere ändert, die Maut in Bayern und die Berliner Palette bunt bliebe – wumms! Absolute Mehrheit im Süden, in der Hauptstadt knapp verpasst – jo mei, da legst di nieda. Das war ein dicker Hund! Und gar nicht so weit weg von meinem bescheidenen Horizont: Zu einem Hund gehört immer ein Herrchen – siehe Bayern. Oder im Fall von Deutschland ein Frauchen. Aber das kennen Sie ja.

Und soll ich Ihnen was sagen? Das alles kümmert mich gerade nicht die Bohne. Die wirklich wichtigen Dinge passieren ganz woanders, und wenn man das im Kopf behält, lässt es sich überall zufrieden leben. Das zeigten kürzlich unsere Nachbarn in royal England. Da lag ungeachtet globaler Katastrophen ein ganzes Land in den Presswehen, war guter Hoffnung und hechelte mit, ehe im Kensington Palace endlich das Licht anging und der glücklichen Nation verkündet wurde: Wir haben einen George. Der kleine Prinz wird hoffentlich ordentlich Leben in die Bude bringen, und wie das aussieht, da kann ich ein Lied davon singen.

Denn was die Royals können, das kann ich als blaublütige englische Bulldogge schon lange: Im Hause Hektor gibt es ebenfalls Nachwuchs. Ganz ohne Dauercamper, Buchmacher und Souvenirschnitzer vor dem Haus hat meine Martha sechs stramme Jungs ausgebrütet: Boris, Balu, Barney, Branthas, Benedikt und Bernhard. Vier Wochen sind die Racker alt, haben jetzt schon den kernigen Auftritt guter alter Bulldoggen und trampeln ohne Rücksicht auf ihrem alten Vater rum. Sie merken schon: Ein wenig Stolz ist im Spiel, und selbst für ein distinguiertes Schwergewicht wie mich kann es nichts Schöneres geben, als die frechen Brummer liebevoll in die Schranken zu weisen – nützt eh´ nichts. Statt zu hören, kauen sie mir lieber ein Ohr ab. Womit wir wieder bei der Politik wären… 


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