Faserverbundwerkstoff auf dem Vormarsch

Der Composite-Silo-Sattelanhänger in Faserverbundbauweise eignet sich durch seinen Kondenswasser-unterdrückenden Isoliereffekt besonders für empfindliche Ladegüter
Der Composite-Silo-Sattelanhänger in Faserverbundbauweise eignet sich durch seinen Kondenswasser-unterdrückenden Isoliereffekt besonders für empfindliche Ladegüter

Rund 300 kg Nutzlastvorteil bei Silo-Sattelanhänger in Composite-Bauweise

Leichtbau ist nicht nur im allgemeinen Gütertransport ein Thema. Auch im Silotransport gewinnen nutzlastoptimierte Fahrzeuge zunehmend an Bedeutung. Spitzer stellte mit der neuen Generation des in Faserverbundtechnologie hergestellten „Composite“-Silo-Fahrzeuges auf der IAA 2012 ein Transportfahrzeug vor, das bis zu 300 kg Nutzlastvorteil bietet. Auch bei der Entladung und der anschließenden Reinigung stellt der „Composite“ neue Bestmarken auf: Durch die serienmäßige Gelcoat-Innenbeschichtung fließt das Schüttgut schneller ab und die anschließende Reinigung erfolgt ebenso einfach wie schnell.

Der in Faserverbundtechnologie hergestellte Silo-Sattelanhänger von Spitzer eignet sich für viele Transportgüter, für die bisher ein Edelstahlbehälter verwendet werden muss. Der Nutzlastvorteil erhöht sich dabei noch deutlich, da der Vorteil von rund 300 kg im Vergleich zu einem herkömmlichen Silofahrzeug in Aluminium-Bauweise steht.

Auch für den Transport feuchtigkeitsempfindlicher Güter wartet der Composite mit Vorteilen auf: Durch die Isolierwirkung des Faserverbundwerkstoffes reduziert sich die Kondenswasserbildung auf ein absolutes Minimum, was besonders für den Transport von staubförmigen Ladegütern vorteilhaft ist. Keine feuchtigkeitsbedingten Anhaftungen und damit auch keine Rückstände, die mit viel Reinigungsaufwand beseitigt werden müssen, um die Hygiene-Anforderungen zu erfüllen.

Der Composite-Sattelanhänger wird in Größen von 43 bis 65 Kubikmetern Fassungsvermögen produziert. Die Faserverbundtechnologie weist im Vergleich zu einem Aluminium-Behälter eine höhere Steifigkeit auf und damit auch eine höhere Unterdruckfestigkeit. Der Behälter-Innenraum wird serienmäßig mit einer Gelcoat-Beschichtung ausgestattet. Diese extrem glatte Oberfläche sorgt nicht nur für eine schnellere Entleerung, sie lässt sich auch mühelos reinigen. Meist genügt nur klares Wasser und eine reduzierte Abtrocknungszeit, um den Behälter für den nächsten Einsatz wieder vorzubereiten.

Ladegüter wie Aktivkohle oder anderweitige aggressive Stäube, die in der Regel Aluminium-Oberflächen angreifen, können in einem Composite-Behälter durch die Resistenz der Gelcoat-Beschichtung problemlos gefahren werden. Auch in diesem Bereich punktet die anschließende leichte Reinigung des Behälterinnenraums.

Der Composite-Sattelanhänger von Spitzer ist ein Novum für den Silo-Transport. Eine Vielzahl an Fahrzeugen bewährt sich zwischenzeitlich in Europa im täglichen Einsatz und sichert die Wirtschaftlichkeit der Transportunternehmen in unterschiedlichen Transport- und -Einsatzbereichen.

Fotos: Spitzer Werkbild


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