Jahrhundert-Hochwasser 2013: MB Nutzfahrzeuge im Einsatz

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MB Unimog-Feuerwehr, Helfer-Transport

Katastrophenbewältigung geht nicht ohne Nutzfahrzeuge – das haben die Menschen erlebt, die an den Brennpunkten geholfen haben, die Folgen des Hochwassers zu mildern

Das Jahrhundert-Hochwasser im Sommer  2013 hat mit noch nie gemessenen Pegelständen Mensch und Natur heimgesucht. Die bis zu 40 Kilometer lange Scheitelwelle des Elbehochwassers hat einen ungeheuren Druck auf die Deiche ausgeübt, der manche absacken oder brechen ließ. Die Stunde der Helfer ist gekommen, wenn die Deiche mit Sandsäcken geschützt und während des Durchrauschens der Flutwelle gesichert werden, bei Durchbruch die verbliebenen Menschen und Tiere aus dem Notstandgebiet gerettet und nach Ende der Katastrophe die verschlammten Straßen und Wohnungen gereinigt werden. Ähnliche Bilder kennt man vom Wiederaufbau der Infrastruktur bei extremem Schneebruch bis zu Einsätzen bei Erdbeben und Hochwasser in Japan oder New Orleans.

Das Konzept Unimog: Weitermachen, wo andere aufhören müssen

Der Mercedes-Benz Unimog ist dank seiner Konstruktion das prädestinierte Fahrzeug für Hilfseinsätze. Im Hochwassereinsatz zieht der Unimog seine Karten: Die Zufahrtswege zu den Deichen sind oftmals viel zu schmal für größere Lkw. Zudem verformen schwere Fahrzeuge die aufgeschwemmte Deichbasis und können diese zum Kollaps führen. Der Unimog hingegen kann mit seiner kompakten Ausführung vor den Deichen wenden und auf dem weichen Grund fahren, ohne den Bodendruck zu erhöhen. Deswegen hat der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, erst im September 2012 für das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK) insgesamt sechs neue Unimog UHN 4000 in der Farbe des Bevölkerungsschutzes Elfenbein übernommen. Der Einsatzschwerpunkt der hochgeländegängigen Unimog U 4000 ist die Abwehr und die Bekämpfung der Auswirkungen von Sturmfluten/Sturmhochwasser und Folgen von zunehmenden Extremwetterlagen und Orkanverwüstungen.

Geräteträger mit Multifunktionsausstattung für den Katastrophenschutz

Der Geräteträger Unimog UHN für den Katastrophenschutz in Mecklenburg-Vorpommern wurde auf der bewährten Basis des hochgeländegängigen Unimog mit 3-sitziger Kabine und Pritsche mit einem Radstand von 3.250 mm mit Kombination verschiedenster Anbaugeräte gebaut. Der Geräteträger ist ausgestattet mit einem hydraulischem Ladekran, Kranseil und Hubseilwinde, ausfahrbaren Stützen nach vorn und hinten zuzüglich einer Bergstütze. Hilfsorganisationen entscheiden sich für den hochgeländegängigen Mercedes-Benz Unimog, da dieses Fahrzeug neben den aufgezählten Zusatz- und Arbeitsgeräten zudem als Zugmaschine für diverse Ausrüstungs- und Bootsanhänger eingesetzt werden kann und dabei drei Mannschaften mit ihrer persönlichen Ausrüstung Platz bietet.

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