Fassi F800 Ladekran: Einsatz am Limit

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Kurz und schwierig – der Transportauftrag von Venter Stahlbau verlangt dem Fassi F 800 von Zerges Schwertransporte alles ab

Es ist der kürzeste Transportauftrag in der Firmengeschichte: Die Spedition Zerges ist mit ihrem 8×4-Actros auf dem Hof von Venter Stahl- und Maschinenbau vorgefahren: Sie soll hier eine Schwenk-Biege-Maschine übernehmen und sie in die Maschinenhalle des Unternehmens verfrachten.

Es ist ein Job für den an Deck angebrachten hubstarken Fassi-Ladekran, der das rund sechs Meter lange Schwergewicht an seinem Bestimmungsort absetzen soll. Keine hundert Meter Strecke. Doch Spediteur Jens Zerges und sein Fahrer wissen: In der Halle wird‘s schwierig. Die Stahlträger, welche die hölzerne Dachkonstruktion der Venter-Halle tragen, begrenzen nämlich deutlich die lichte Arbeitshöhe des Krans.

Der Sattelzug mit der Maschine aus Westfalen fährt vor. „Sieht gar nicht so aus, wie siebeneinhalb Tonnen schwer,“ frotzelt Michael Lorenz, Meister bei Venter, als die Schiebegardine des Auflegers zur Seite gezogen wird.

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Jens Zerges und Kurt Schlicht

Doch bevor der Fassi Ladekran auf dem Zerges-Truck seine Vorzüge ausspielen kann steht erst einmal eine gründliche Arbeitsvorbereitung an: Kurt Schlicht, einer der erfahrensten Mitarbeiter aus der Mannschaft von Zerges, bringt zunächst den Firmen-Actros in eine optimale Arbeitsposition. Als Schlicht sich die Funkfernsteuerung für den Fassi F 800 umschnallt, beugt sich Zerges zu mir herüber: „Fassi, das waren die ersten, die eine Funkfernsteuerung hatten; eine enorme Arbeitserleichterung für den Kranfahrer. Nur so sieht er genau, was er macht.“

Vorsichtig bringt Schlicht den Haken des Fassi genau über der Maschine in Stellung. Lorenz und Phil Martin, Fahrer des Sattelzugs hängen das Geschirr in den Haken und klicken die Karabiner der Kette in die Transportösen der Biegemaschine ein. „Den ersten Fassi hatten wir 1997,“ erzählt Jens Zerges. „Wir waren damals unzufrieden mit den bis dahin eingesetzten Marken und haben uns dann auf Anraten unserer Werkstatt die Fassi-Krane einmal näher angesehen. Ich habe die Fertigung in Bergamo besucht und war beeindruckt vom Fertigungsniveau. Also habe ich den ersten Fassi geordert. Seither haben wir fast jedes Jahr einen neuen Kran aus Italien angeschafft. Die Qualität und vor allem der Service haben für mich überzeugt.“

Unterdessen schwebt das siebeneinhalb-Tonnen-Trumm langsam über der Ladefläche des Actros ein, während der Fahrer des Sattelzugs sein Gefährt eiligst wieder zusammenbaut. Trotz der wenigen Meter, die die Maschine noch von ihrem endgültigen Bestimmungsort trennen, legt Schlicht seiner Fracht noch schwere Sicherungsgurte an, dann zieht er seinen Actros vor auf die Straße und beginnt daraufhin, Ladefläche voran, seinen LKW durch das Tor der Venter-Halle zurückzusetzen.


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