Kippersysteme von F.X. Meiller: Produktoffensive zur Bauma

Mit insgesamt 24 Exponaten auf dem Gelände der Weltleitmesse Bauma 2013 demonstriert die Traditionsmarke F. X. Meiller ihre Rolle als internationaler Marktführer für Kippaufbauten und präsentiert ein komplett überarbeitetes Produktprogramm

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Meiller Hinterkipper P436

Traditionell steht die Marke Meiller als Synonym für Kipper-Fahrzeuge. Aus gutem Grund: der Erfinder des hydraulischen Kippers entwickelt seine Produkte kontinuierlich weiter. Das gilt auch für die jüngste Komponente i.s.a.r.-control – die innovative elektronische Steuerung der Aufbauten und des Zubehörs, die anstelle der klassischen pneumatischen Geberventile im Fahrzeuginneren den Aufbau drahtlos steuert. Das System i.s.a.r.-control wurde anwenderorientiert überarbeitet und verfügt jetzt über deutlich erweiterte Funktionen.

Konsequent wurden die Praxiserfahrungen der Kunden umgesetzt. Das in Signalfarbe Gelb/Schwarz gehaltene Bedienteil sitzt nun in einer Ladeschale, die Bordelektrik versorgt dabei die aufladbaren Akkus elektronisch geregelt. In die Ladeschale gesteckt kommuniziert das Bedienteil leitungsgebunden via Meiller-CAN-Bus und damit störungssicher. Die weiterentwickelten Funkmodule erhöhen die Reichweite deutlich.
Das handliche Bedienteil wurde in vielerlei Hinsicht optimiert. Unter anderem sitzt die Start-Stopp-Taste für den Motor ab sofort zentral in der Tastatur. Konsequent genutzt ergeben sich erhebliche Kraftstoffeinsparungen, ohne Einschränkung der Funktionen. „Bis zu 800 Liter pro Jahr können es werden“, ­rechnet Meiller Geschäftsführer Technik Uwe Meißner vor, „bei nur 10 Be- und Entladezyklen pro Tag spart der Kunde pro Fahrzeug jährlich bis zu 1.200,- Euro.“ Hohe Anforderungen an Effizienz und Sicherheit werden erfüllt, wenn der Fahrer die ­Funktion „Sicherheitssenken“ aktiviert. Die neue Funktion, ein automatisches Absenken der Kippbrücke mit Sicherheitscheck, wurde gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft erarbeitet. Rund 30 Sekunden werden pro Kippvorgang gespart – das bedeutet pro Woche eine Zeitersparnis von bis zu 40 Minuten oder eine Produktivitätssteigerung von zwei Prozent.

Für Einsätze in dunkler Umgebung wurde die Bedienoberfläche zudem mit Nachtdesign ausgestattet. Die mit sparsamen und robusten LED hinterleuchteten Tasten schalten sich bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch ein und gewährleisten eine sichere Bedienung. Weit profaner, aber im Alltag ebenso wichtig: Um das Verlegen oder Verlieren des flexib­len Geräts zu verhindern, gibt es bei Meiller jetzt für den Einsatz passgenaue Gürtelhalter, Clips oder Magnetbefestigungen.

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Meiller Baumeister-Kipper

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Meiller Dreiseitenkipper Typ D316 mit Zentralachsanhänger Typ 18/22

Nutzlastoptimiert oder „Schwerarbeiter“

Der Dreiseitenkipper, montiert auf Fahrgestellen aller renommierten Lkw-Hersteller, ist das Volumenprodukt von Meiller. Er findet in praktisch allen Nutzfahrzeugklassen Verwendung – vom schweren Vierachser bis zum leichten 3,5-Tonner. Mit robustem Boden und hohen Bordwänden aus Stahl eignet er sich für schwere Einsätze, mit Bordwänden aus Aluminium-Profilen bietet er dem Kunden Einsatzflexibilität nach Maß und deutlichen Nutzlastgewinn. Bis zu 500 kg schlagen im Zugbetrieb (Dreiachs-Kipper plus Tandem-Anhänger) zu Buche, ohne dass Solidität und Langlebigkeit auf der Strecke bleiben. Der Meiller-Anhänger hat eigene Nehmerqualitäten: Der Kastenrahmen des Zweiachsers bietet abseits öffentlicher Straße erhebliche Lastreserven.

Hart im Nehmen ist auch der Vierachskipper, der auf dem Fahrgestell des brandneuen Mercedes-Benz Arocs rollt. Das technische Gesamtgewicht des geländetauglichen Trucks beträgt bis zu 41 t, entsprechend robust ist auch der Meiller-Dreiseitenkipper (DSK 428) konzipiert. Der stabile Unterfahrschutz im Heck fährt im Gelände ferngesteuert hydraulisch nach oben und erweitert den Böschungswinkel. Der neue Mercedes-Kipper wird ab Werk optional für i.s.a.r.-control vorgerüstet, das Bedienteil sitzt links an der A-Säule. Passgenau für ­preissensible Märkte bietet Meiller weitgehend standardisierte Kipperprodukte, die als Drei- und Vierachser konzipiert sind.

Nutzlaststarke Kippsattel mit Reserven

Mit der neuen Generation Kippsattel erfüllt Meiller die Kundenanforderungen nach höherer Produktivität. Leer bringen sie eine halbe Tonne weniger als ihre Vorgängertypen auf
die Waage. Die Kippauflieger rollen auf einem neu entwickelten Stahlchassis, wahlweise erhält der Kunde einsatzgerechte Stahl- oder Aluminiummulden. Mit der Stahl-Halfpipe-Mulde wird der neue Dreiachs-Auflieger zum Alleskönner. Das Fahrgestell trägt Materialstärke dort, wo sie gebraucht wird – akribisch konstruiert nach dem FEM-Verfahren (=Finite Elemente-Methode). Allein am Rahmenkopf, an den Ecken und an der Gegenplatte werden rund 250 kg eingespart. Die Mulden werden bis zu 300 kg leichter. Der neue Kippsattel-Allrounder aus Stahl darf legal eine halbe Tonne mehr aufnehmen, im Transport von Schüttgütern ein erheblicher Nutzlastgewinn. Für den Alltag muss der Betreiber keine Nachteile befürchten.  Entscheidend für die Solidität sind Anzahl und Positionierung der Querträger – hier geht der Münchner Hersteller keine Kompromisse ein. Die Kippwelle wird so robust ausgelegt wie eh und je, die Hydraulikpresse von Meiller braucht keine Diät: das leistungsfähige Hochdrucksystem gilt als der Leichtathlet der Branche.


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