Terex Schnellmontagekran in der Heimat der Götter

tm1913_angkor_terex_kran_01Der World Monument Fund setzt einen Terex Schnellmontagekran für die Restaurierung eines Tempelkomplexes in Angkor Wat ein

Phnom Bakheng ist der älteste Tempelkomplex der Region Angkor in Kambodscha. Dieser Ende des 9. Jahrhunderts auf einem Berg erbaute Tempel bietet einen eindrucksvollen Blick auf den viel größeren Tempel von Angkor Wat in 1,5 Kilometern Entfernung. Über Jahrhunderte hinweg war Phnom Bakheng den verheerenden Einflüssen von Natur und Zeit ausgesetzt. 2006 starteten der WMF (World Monument Fund) und die staatliche Behörde APSARA eine Kampagne zur Bestandsaufnahme des Standorts und zur Entwicklung eines Programms für seine Erhaltung.

Der Phnom Bakheng mit seiner in Stufen angelegten Pyramidenbauweise und seinen 60 Sandsteintürmen an den Ecken der fünf Terrassen war der erste und wichtigste Bergtempel der Region. Er ist ein Sinnbild für den Berg Meru, Heimat der Hindugottheiten. König Yasovarman errichtete ihn als zentrales Bauwerk seiner neuen Hauptstadt Yasodharapura, das heute neben weiteren beeindruckenden Tempeln des Khmer-Reiches zum Archäologischen Park von Angkor im Nordwesten Kambodschas gehört.

tm1913_angkor_terex_kran_02Die schweren Schäden an der Bausubstanz des Tempels zeigen sich vor allem an den Ecken der Terrassen. Hier haben sich die Steine verschoben, so dass Bewuchs und Wasser eindringen und Strukturschäden verursachen konnten. 2004 wurden die Restaurierungsarbeiten mit einer Stabilisierung der eingestürzten Struktur der
südwestlichen Ecke des Tempels begonnen. 2007 und 2011 erhielt der World Monuments Fund (WMF) über den Ambassadors Fund for Cultural Preservation Zuwendungen des US Außenministeriums, so dass langfristige Erhaltungsprojekte begonnen werden konnten: Stabilisierung, Reparatur, Wasserschutz und teilweise auch ein Wiederaufbau. Um die Restaurierung bestmöglich voranzutreiben, beschloss der WMF die Anschaffung eines kompakten und leicht zu transportierenden Schnellmontagekrans zum Heben und Platzieren von Material.

„Anfang 2008 gab es eine starke Zunahme der Restaurierungstätigkeiten und wir analysierten die Art der Arbeiten, die zu erledigen waren“, erläutert Ben Haley, Communications Manager des WMF. „Angesichts der Lage des Tempels gelangten wir zu der Ansicht, dass ein Schnellmontagekran die beste Lösung sei. Nach weiteren Untersuchungen beschloss der WMF, einen Terex CBR 24 Plus anzuschaffen, der schnell und leicht aufzubauen ist und das Heben von Steinblöcken und anderer Materialien von bis zu zwei Tonnen ermöglicht. Entscheidend auch: die maximale Ausladung des CBR 24 Plus von 24 Metern. An dem abgelegenen Standort des Phnom Bakheng mit seinem feucht-heißen Klima waren die Qualitätskomponenten und die verzinkte Konstruktion von großem Vorteil. Der Kran funktionierte vom ersten Tag an perfekt.“

Die Arbeiten sollten an der nordöstlichen Ecke des Tempels beginnen. Unebener Untergrund und ein eingestürztes Bauwerk machten jedoch die Konstruktion einer erhöhten, verstärkten Betonplattform nötig, um über ein solides Fundament für den Kran zu verfügen. Die Plattform ruht auf kräftigen Stahlträgern mit Betonfundamenten und ist ausreichend stabil, um das Gesamtgewicht des Krans von 17,7 Tonnen, davon 8,46 Tonnen (9 Ballastblöcke aus Beton von je 940 kg) Gegengewicht, zu tragen.

tm1913_angkor_terex_kran_03


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.