Amerika fährt Pick-up

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Dieser Chevy Silverado 8200 GVW Camper Special ist mit den Watsons alt geworden; sie haben ihn 1978 gekauft und seither hält er ihnen die Treue. Sie ihm auch.

Benzinsparen können andere. Pick-ups mit Gardemaßen von mehr als sechs Metern beherrschen in den Staaten die Zulassungsstatistiken.

Großes Land, große Autos. Diese simple Regel hat im Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch immer uneingeschränkte Gültigkeit. Zum American Way of Drive gehören fette SUV und vor allem mächtige Pick-ups wie zum Brot die Butter.
Auf dem platten Land, da, wo der größte Teil der Amerikaner lebt, geben die dicken Spritschleudern auf Straßen und Parkplätze wie eh und je den Ton an. Und das am liebsten mit lässig vor sich hin blubberndem V8. Die Pritschen von Ford, Chrysler und GMC sind gewissermaßen die Laster der Nation. Kaum besser illustriert dieses uramerikanische Phänomen die F-Serie von Ford. Seit 1948 in der inzwischen zwölften Generation gebaut ist dieser Inbegriff des Pick-up, die hier viel cooler `Trucks´ genannt werden, ein Bestseller, seit über dreißig Jahren in ununterbrochener Folge auch in absoluten Zahlen. Mit anderen Worten, kein anderes Auto, kein SUV, keine Kompakt- oder Mittelklasselimousine, und schon gar kein Kleinwagen wird in Amerika häufiger neu zugelassen als die Modelle der Ford F-Serie – jeden Tag etwa 2000 Stück!
Was reitet die Amerikaner, trotz Energiekrise, trotz des Zwangs zur Ressourcenschonung und zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes unbeirrt zu einem Auto zu greifen, das in Deutschland in kein Parkhaus fahren könnte?


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