Astra: Was „fürs Grobe“

tm0713_baufahrzeug_astra_01Hier ist alles etwas schwerer, weil robuster. Und das ist gut so, weil ein Astra dort anfängt, wo andere aufhören

Astra präsentierte auf der Bauma 2013 die neue Version des HHD9 8×6 84.48. Das Fahrzeug der zu Iveco gehörenden Marke ist vor allem für Einsätze im Steinbruch und in Minen sowie für Sondertransporte bis hin zum Einsatz in Erdöl- und Gasfeldern konzipiert. Das neu gestaltete HD9-Fahrerhaus fällt durch das dynamische Design mit seiner gelungenen Linienführung gleich auf. Es kann komplett gekippt werden, so dass die darunter liegenden Wartungsbereiche optimal zugänglich sind. Das Fahrerhaus ist dank der ersten beiden Stufen und dem doppelten, vertikalen Handlauf auf beiden Seiten der Tür, die einen Öffnungswinkel von mehr als 90 Grad bietet, noch besser zugänglich. Auch der Innenbereich der Kabine wurde im Hinblick auf funktionelle Elemente und Ausstattung gänzlich umgestaltet. Das Fahrgestell besteht aus hochfestem Spezialstahl mit höchster Elastizitätsgrenze. Es besteht aus zwei parallelen Längsträgern mit C Profil (320 x 90 x 10 Millimeter), die untereinander durch Querträger verbunden sind, und weist das branchenweit höchste Rail Bending Moment (R.B.M.) auf. Je nach Einsatz bietet Astra die Option, die Fahrzeuge mit Vorder- und Antriebsachen von 8,5 bis 10 Tonnen Tragkraft auszustatten. Sie sind für besonders schwierige Einsätze auf lockerem oder abschüssigem Untergrund wie Sand oder Schlamm konzipiert oder für spezielle vorderachslastige Anbauten wie Kräne.

Der ausgestellte Astra ist ein Schwerfahrzeug der Reihe HHD9 mit der Achsformel 8×6, das auf 60 Tonnen GG ausgelegt ist. An den beiden Vorderachsen ist der HHD9 jetzt mit Scheibenbremsen versehen. Oftmals wird das Fahrgestell als Basis für Kipper als Alternative zu klassischen Muldenkippern für besonders lange Strecken verwendet. Fahrzeuge aus dieser Baureihe eignen sich auch als Zugmaschine. Im Anhängerbetrieb sind unter definierten Bedingungen (Motorisierung, Bereifung, Geschwindigkeit) Gesamtzuggewichte bis 300 Tonnen möglich. Der Vorteil etlicher Varianten dieser Fahrzeuge sind die straßentauglichen Abmessungen. Ein Transfer von Baustelle zu Baustelle ist so problemlos möglich und erfordert weder ein teilweises Zerlegen noch einen Schwertransporter, wie er für Dumper üblich ist.

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Ein solcher Dumper aus dem Hause Astra ist ebenfalls ausgestellt. Dieser ADT 30 ist auf 30 „short tons“ Nutzlast ausgelegt und für Großbaustellen sowie Tagebauten mit schwierigem Bodenzustand bestimmt. Der Cursor-10-Motor (350 PS) mit integriertem Hochleistungs-VGT (Turolader mit variabler Geometrie) überträgt seine Kraft über ein Ergopower-6WG210-Getriebe von ZF mit sechs Vorwärts- und drei Rückwärtsgängen über Kessler Achsen an die Räder. Der ADT30 zeichnet sich durch seine robuste Konstruktion und große Servicefreundlichkeit aus.  Die neue, vereinfachte elektronische Architektur, eine serienmäßige Zentralschmierung und eine weit öffnende kippbare Kabine mit integriert kippbaren Kotflügeln machen diesen Vorteil  u.a. aus.

Ein Muldenkipper der RD Baureihe (RD 32) auf dem Freigelände rundet die Produktpalette des Schwerlast-Spezialisten ab. Als „Frontlenker“ steht der RD 32 für ein Gesamtgewicht von 54 Tonnen bzw. 32 Tonnen Nutzlast. Auch er wird von einem Cursor-10-Motor angetrieben, der in diesem Falle eine Leistung von 380 PS auf ein Allison Automatikgetriebe HD 4560 mit integriertem Retarder überträgt. Die sechs Vorwärtsgänge können in der Betriebsart ECO oder POWER gefahren werden. Die Räder der Vorderachse sind einzeln aufgehängt und hydropneumatisch gedämpft. Das Ladevolumen ist mit 16 Kubikmetern (gestrichen voll) oder 20,5 Kubikmetern (gehäuft, SAE 2:1) angegeben. www.astraspa.com

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Fotos: Astra


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