Fassi F 360 XP – Am langen Arm

Auslieferung mit Ladekran Fassi F 360 XP

Suding Beton zählt zu den wichtigsten Herstellern von Betonfertigteilen für die Landwirtschaft. Bei der Auslieferung baut das Unternehmen auf die 
tatkräftige Unterstützung der Ladekrane von Fassi

Oh ha, hier kommt er jetzt aber an seine Grenze…“ Als Peter Bürmann die schwere Betonplatte mit dem Fassi F 360 XP absetzen will, prangt auf einmal die Meldung „100%“ in warnend großen Lettern auf dem Display seiner Fernsteuerung. So wie es aussieht, ist die Tonnen schwere Stahlbetonplatte, die behäbig am Haken schaukelt, dazu verdammt, am ausgestreckten Teleskop-Arm des Ladekrans von Bürmanns 40 Tonnen-Truck zu verhungern.

Auslieferung mit Ladekran Fassi F 360 XP Stefan Suding, einer der Geschäftsführer von Suding Beton

Stefan Suding, einer der Geschäftsführer von Suding Beton

„Jetzt hilft nur noch XP“, erklärt er und schraubt den einzigen Drehregler an dem roten Kasten, den er sich umgeschnallt hat, bis an die Endposition. XP, das bedeutet Extra Power, die indes mit dem Preis einer stark verlangsamten Arbeistgeschwindigkeit erkauft wird. „Mit einer vollen Schubkarre fährt man schließlich auch langsamer als mit einer Leeren. Bis zu 15 % mehr Leistung kann ich so aus dem Kran herauskitzeln.“

Die Arbeit im Schneckentempo ist natürlich nur ein Kompromiss, aber die Platte kann schließlich nicht ewig in der Luft hängen. Andererseits sollen zwischen dem Truck und diesem gerade begonnenen ersten Stapel schlussendlich noch zwei weitere Stapel zu liegen kommen. Im XP-Modus bewegt sich der Kran schließlich weiter. Der Lüfter des Hydraulik-Öl-Kühlers springt an; untrügliches Indiz, dass das System schwer arbeitet. „Bei uns muss der Fassi schwer schuften“, schmunzelt Bürmann während er die Platte mit den seitlich herausragenden Armierungsstahl-Schlaufen schließlich dicht an der Giebelwand eines Gebäudes absetzt.

Wir sind in Geeste im Emsland auf dem Grund eines landwirtschaftlichen Großbetriebs. Die Giebelwand nahe der die Betonplatten fein säuberlich gestapelt werden, ist die Rückwand eines Stalls, in dem 1.800 Sauen stehen. Die gelieferten Platten werden in wenigen Tagen senkrecht auf ihre merkwürdigen Verdickungen am Fussende aufgestellt und dabei kreisrund angeordnet, sodass sich ein Zylinder ergibt. Das Fundament ist schon Betoniert: Eine leicht konvex nach innen gewölbte Betonscheibe, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem weiteren Betonzylinder liegt. Den krönt bereits eine grüne Zelthaube. Drinnen dümpelt Übles: Bis zu 5.000 Liter Gülle der summa summarum weit über 10.000 Tiere, die auf dem Hof leben.


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