Immer mehr XXL-Schwertransporte

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Die Zahl der Großraum- und Schwertransporte auf deutschen Straßen ist dramatisch angestiegen. Gelblicht flackert in der Nacht fast auf jedem Autobahnkilometer, tonnenschwere Kolosse kämpfen sich überall durch die Dunkelheit. Alleine die bayerischen Behörden registrierten 2012 rund 150.000 dieser XXL-Transporte. Das ist dreimal so viel wie noch 1995!

Wir gehen in der jüngsten Vergangenheit von einer Zunahme zwischen zehn bis zwölf Prozent aus. Tatsache ist, dass der deutsche Exportmotor brummt. Das gilt vor allem für Aggregate, Baumaschinen und Windkraftanlagen. Auf dem Weg zu Bestimmungsorten in ganz Europa ist Deutschland aber auch ein wichtiges Transitland, an dem kein Weg vorbeiführt“, beschreibt Wolfgang Draaf, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Schwertransporte und Kranarbeiten e.V. (BSK) in Frankfurt, die Situation.

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Jede Verzögerung führt zu Komplikationen

Fakt ist, dass es für die Durchführung der Fahrten nur vier Nächte gibt. Montags bis donnerstags und dann jeweils von 22.00 Uhr bis um sechs Uhr morgens. „Dieser eingeschränkte Korridor macht deutlich, dass jede Verzögerung eines Transportes enorme Komplikationen nach sich zieht“, beschreibt Holger Dechant von der Paderborner Firma Universal Transport, die mit rund 300 Lkw und tausenden von Schwertransporten eine feste Größe in der Branche ist. Dechant weiß auch, dass die zunehmende Menge der Transporte inzwischen zu Problemen führt: „Was nutzt es, wenn man einen Schwertransport wochenlang vorbereitet, er letzten Endes aber nicht von der Stelle kommt“.


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