Mercedes-Benz Zetros: Hauben-Lkw für die Baustelle

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Der Mercedes-Benz Zetros transportiert schwerste Lasten und Aufbauten sicher im Gelände

Wo immer kompaktes Profil, hohe Nutzlast, höchste Geländegängig­keit, exzellente Fahreigenschaften und eine geringe Fahrzeughöhe gefragt sind, stößt der weitgehend standardisierte Haubenwagen Mercedes-Benz Zetros auf großes Interesse. Der robuste, niedrig bauende und einzelbereifte Allradspezialist ergänzt das allrad­getriebene Lkw-Portfolio im Daimler-Baukasten nicht nur um eine ganz besonders offroadtaugliche Variante, sondern ist zugleich auch eine Erweiterung des Unimog-Einsatzspektrums mit Fokus auf dem Transport besonders schwerer Lasten oder Aufbaulösungen.

Auf der Bauma 2013 ist eine zweiachsige ­Sattelzugmaschine Zetros 1833 A 4×4 mit 240 kW (326 PS), tiefergelegtem Fahrgestell und um 900 Millimeter verkürztem Radstand, Allison-Automatikgetriebe und 18 Tonnen zGG ausgestellt worden. Das Kundenfahrzeug ist mit seiner tiefer­gelegten Bauweise und geringen Bauhöhe für den Untertageeinsatz im Bergbau prädestiniert und wurde im Rahmen der Bauma mit einem Knauf-Anhänger und einer ­Gesamtlänge von rund 11.300 Millimetern vorgestellt.

Eingesetzt wird das Fahrzeug schließlich nicht nur auf modernen Baustellen in Zentraleuropa. Es bietet auch die Basis für individuell maßgeschneiderte Einsatzlösungen beim Kohle- und Erzabbau in Bergwerken rund um den Globus, im Tage- und Untertagebau bei der Rohstoffgewinnung und nicht zuletzt in der Erdölexploration und der Endlagerung von Gefahrgütern.

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Mercedes-Benz liefert den Zetros mit permanentem Allradantrieb und einem zweistufigen Verteilergetriebe mit einer Geländeüber­setzung von 1,69. Angetrieben wird er vom 240 kW (326 PS) starken Euro-V-Reihensechszylinder OM 926 LA aus der Baureihe 900. Das kompakte und leichte Turbodiesel-Aggregat schöpft seine Kraft aus 7,2 Litern Hubraum und erreicht sein maximales Drehmoment von 1.300 Newtonmetern bei 1.200/min bis 1.600/min. Grundsätzlich kommt der Zetros mit Allradantrieb sowie Differenzialsperren an allen Achsen daher und ist als Zwei- oder Dreiachser erhältlich. Von ca. acht bis 9,5 Tonnen reicht die Nutzlast der zweiachsigen Variante (1833 A 4×4) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von wahlweise 16,5 oder 18 Tonnen, während die Nutzlast der Dreiachs-Version (2733 A 6×6) von ca. 14,5 bis 16,5 Tonnen reicht, jeweils abzüglich des Gewichts des Aufbaus. Der Radstand beträgt beim Zweiachser 4.800 Millimeter, beim Dreiachser liegt er bei 4.750 + 1.450 Millimetern.

tm1213_man_tgx_schwerlast_04Luft- und schienenfrachttaugliches Layout

Wohin die Reise mit dem Zetros geht, zeigt die geringe Höhe der eigens neu konzipierten Kabine. Das Layout ist nicht nur für die Ver­ladung per Schiff konzipiert, sondern speziell für Bahn- und Luft­transporte aller Art ausgelegt. Zudem hat das gedrungene Profil den Vorteil, dass das Fahrzeug so wenig wie möglich aneckt – beispiels­weise auf engen Pisten im Wald oder unter Tage.

Das bewährte Konzept der für europäische Lkw einzigartigen Haubenbauweise schafft besonders viel Raum in der Kabine zum Transport von Einsatzmitgliedern. Der vorn positionierte Motor sorgt für eine gleichmäßige Achslastverteilung auch bei schweren Lasten. Die Differenzialsperren an Hinter- und Vorderachse erhöhen die Traktion des Fahrzeugs. Da die Passagiere zwischen den Achsen Platz nehmen und nicht direkt über der ­Vorderachse, ist der Fahr­komfort auch auf rauen Pisten besonders hoch. Nicht zuletzt ist solch eine Haube für eventuelle Reparatur- und Wartungsarbeiten schneller aufgeklappt, als das Kippen eines klassischen Frontlenker-Fahrerhauses erfolgen kann. Ganz wichtig ist dies bei extrem niedrigen Temperaturen: Die Besatzung kann in der Kabine bleiben, während der Service sich an der Technik zu schaffen macht.

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Fotos: Hersteller


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