neue Generation – Iveco Eurocargo Euro VI

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Der Variantenkönig

Vorstellung des Eurocargo mit Euro-VI-Motoren in der Botschaft der Republik Italien in Berlin

Während die meisten Lkw-Baureihen eine mehr oder weniger scharf umrissene Aufgabe erfüllen (Baufahrzeuge, Fernverkehrsfahrzeuge …), sind die mittelschweren Lkw für eine Vielzahl von Aufgaben geeignet. Das reicht vom Flottenfahrzeug für Volumengüter im Fernverkehr über Kommunalfahrzeuge bis zur Arbeitsmaschine mit Kran beim Bauhandwerker. Ein Allrounder durchläuft deshalb Modellzyklen anders als eine reine Branchenlösung.

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Das beste Beispiel dafür ist der Eurocargo, der im Laufe seines erfolgreichen Lebens einer permanenten Optimierung unterworfen war und ist. Er stellt gewissermaßen die mobile Variante der modernen Produktionsphilosophie des „kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“ (KVP) dar. In der neuesten Evolutionsstufe präsentiert sich der europäische Bestseller mit seinen gewachsenen Leistungsmerkmalen als asketischer Saubermann. Für die Askese zeichnet die patentierte HI-eSCR Technologie, die für Euro VI Konformität ohne Abgasrückführung steht. Neben der verbrauchseffizienten Verbrennung ist es das Gewicht, das bei den nutzlastsensiblen Mittelschweren punktet. Ohne Abgaskühler, ohne großen Lüfter und mit nur kleinem – obendrein selbst regenerierendem – Partikelfilter markiert der Eurocargo das untere Ende der Mehrgewichtsskala. Selbstredend ist deshalb auch der benötigte Platzbedarf geringer.

Ein Vorteil, den gerade deshalb die Konstrukteure von Iveco Bus besonders schätzen. Dort ist die Einbausituation nochmal verschärft. Die Hubräume (jetzt „5“ und „7“ Liter) haben sich dabei nach oben verändert. Drei neue Tector 5 – mit 160, 190 und 210 PS – und vier Tector 7 mit 220, 250, 280 und 320 PS bedeuten aber auch eine Leistungssteigerung.

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Die größeren Hubräume (Rightsizing) sind demnach nicht der Abgasrückführung geschuldet, sondern veränderten Nachfragemustern. Die maximale Leistung des Tector 5 Motors mit 4,5 Liter Hubraum wurde um 13 Prozent auf 210 PS gesteigert. Das entspricht einer Leistungsklasse, die vorher einen Sechszylinder erforderte. Hierzu eine Effizienzbetrachtung: Der neue Euro VI Vierzylinder mit 210 PS verbraucht im Vergleich zum Euro V Sechsyzlinder mit 220 PS jetzt ca. 4,5 Prozent weniger Kraftstoff bei einer signifikanten Gewichtsersparnis. Die Leistung des Tector 7 mit jetzt 6,7 Litern konnte um sieben Prozent auf bis zu 320 PS in der stärksten Variante gesteigert werden. Das wiederum erforderte es, den Antriebstrang anzupassen. Die Eurocargo Baureihe wurde jetzt in der Folge beim Tector 7 um das automatisierte 12-Gang ZF Eurotronic Schaltgetriebe erweitert. Neben manuellen 5-, 6- und 9 Ganggetrieben sowie einem automatisierten 6 Gang- und einem vollautomatischen Allison Getriebe ist damit der logische Schritt zur Vervollständigung getan.

15 Radstände (von 2.790 bis 6.570 mm) für Aufbaulängen zwischen vier und zehn Metern, drei verschiedene Fahrerhäuser, darunter die klassengeräumigste Doppelkabine, zwei Dachhöhen, 4×2- und 4×4-Antriebe … Die Auswahl ließe sich beliebig fortsetzen, bis man mehr als 11.000 Varianten zählt. Das macht den Eurocargo in der Summe zu einem der beliebtesten und damit meistverkauften Fahrzeuge Europas in seiner Klasse. Immer auf dem Stand der besten Technik.

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Fotos: Hersteller


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