Scheuerle InterCombi – Allrounder im Schwerlastverkehr

04_Kuebler-Airbus
Mit zwei Autokranen werden die Sektionen
 an der Schwergutverladeanlage im Dresdner Hafen von den Scheuerle InterCombis
 auf ein Binnenschiff umgeladen

Kübler transportiert Bausegmente des A 380 auf Scheuerle InterCombi mit PowerBooster

Bei 8,50 m Breite und 9,30 m Höhe kein leichtes Unterfangen auf der Strecke Dresden – Hamburg. Kübler entschied sich, für die Durchführung des Transportes 28 Achslinien Scheuerle InterCombi mit PowerBooster einzusetzen. Für das größere Mittelsegment wurden zwei 14-achsige Scheuerle InterCombi Plattformwagen als 4-file Kombination nebeneinander quergekuppelt.

Durch eine Öffnung im Luftsicherheitszaun verlässt der Konvoi aus Zugmaschine und 28 Achslinien Scheuerle InterCombi den Dresdner Flughafen
Durch eine Öffnung im Luftsicherheitszaun verlässt der Konvoi aus Zugmaschine und 28 Achslinien Scheuerle InterCombi den Dresdner Flughafen

Die Abmessungen des Transportes betrugen damit 38,00 m Länge, 8,50 m Breite und 10,30 m Höhe bei einem Gesamtgewicht von 215 Tonnen. Aufgrund der schwierigen Strecke entschied sich Kübler für den Einsatz eines PowerBoosters. Dieser ist im Prinzip eine 5-in-1-Lösung und ermöglicht eine Vielzahl von Einsatzvarianten:

• Der Auflieger ist mit Antriebsachsen ausgestattet und kann mit 80 km/h geschleppt oder im Bedarfsfall von einer ebenfalls zuschaltbaren PowerPack Unit (PPU) angetrieben werden. Vor Befahrung einer kritischen Steigung startet der Fahrer die PPU. Sobald die Zugmaschine nicht ausreichend Leistung aufbringt, um die Steigung zu bewältigen, startet der Antrieb automatisch und sorgt damit für ausreichend Schub. Wenn die Steigung überwunden ist, schaltet sich der zusätzliche Antrieb automatisch ab und die Geschwindigkeit kann wieder entsprechend dem Straßenzustand erhöht werden

• Nach Abschalten des Antriebs kann die Antriebseinheit in der Transportkombination eine Geschwindigkeit von 
80 km/h erreichen

• Bei innerbetrieblichen Umsetzungen kann die Antriebseinheit mit PPU von der Zugmaschine abgekoppelt werden und über eine mobile Steuerung als selbstfahrende Transportkombination gesteuert werden. Diese Fernbedienung steuert den hydrostatischen Antrieb, die Hebe- und Senkfunktionen, hydraulische Lenkung, das Bremssystem sowie die elektrische Stromversorgung

• Eine weitere Option für den innerbetrieblichen Transport ist die mechanisch gekoppelte Parallelkombination. Durch die breite Basis können Nutzlasten mit einem hohen Schwerpunkt transportiert werden

• Der PowerBooster kann als Triebfahrzeug an der Spitze oder als Schubmaschine am Ende extrem langer Kombinationen verwendet werden (mit oder ohne Brücken). Mit all diesen verschiedenen möglichen Kombinationen ist der PowerBooster ein Allrounder im Schwerlastverkehr


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