Verkehrssicherheit: Gefahr durch Ablenkung

 

Das Risiko von Ablenkungen oder eines Augenblickversagens ist bei Lkw-Fahrern allgegenwärtig. Mit diesem Bericht wollen wir deshalb sensibilisieren. Denn einen Moment lang nicht aufgepasst – und schon ist es passiert

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Ein Lkw-Fahrer will sich an einem Kekskrümel verschluckt und dadurch die Kontrolle über seinen Truck verloren haben. Dann kippte sein 26-Tonnen-Silozug über die Mittelschutzplanke und rutschte auf allen drei Fahrspuren dem Verkehr entgegen. Doch, ob das die wirkliche Ursache für einen dramatischen Unfall mit einem Todesopfer und neun Schwerstverletzten am 15. Oktober  2010 in einer Baustelle auf der A 81 im baden-württembergischen Ehningen ist, wird wohl ein Geheimnis bleiben …

Sechs Autos am Unfall beteiligt

Während das Amtsgericht in Böblingen den 51-jährigen Fernfahrer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilte, arbeitete das VOX-Magazin „auto mobil“ alle Details mit Hilfe einer aufwendigen 3-D-Animation in seiner Beitragsreihe „Die Unfallakte“ noch einmal auf. „Wie eine Walze hat der mit Zement beladene Lkw quasi alles mitgenommen, was ihm entgegenkam“, beschreibt Einsatzleiter Thomas Reuter von der Feuerwehr in Böblingen die Bilder am Unfallort. Insgesamt sind sechs Autos in den Unfall verwickelt.

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15 Zentimeter dicke Zementschicht

Viele Insassen sitzen schwer eingeklemmt in ihren Fahrzeugen und benötigen dringend ärztliche Hilfe. Ein zusätzliches Problem ist die 15 Zentimeter dicke Schicht aus Zementkalk, die nicht nur die Fahrbahn bedeckt, sondern alle Verletzten eingehüllt hat. Die Unfallstelle gleicht einer Mondlandschaft. Thomas Reuter: „Nachdem der Lkw auf die Seite gefallen ist, hat er sich die ganze Seite aufgerissen. Dadurch ist der ganze Zementstaub großflächig ausgetreten. Das heißt: Die Fahrzeuge und die Verletzten waren zentimeterdick bedeckt und wir hatten große Mühe, uns einen genauen Überblick zu verschaffen“.

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